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Neuerungen in Version 4.0 und 4.0.1

Die Version 4.0 von CloudStack vom November letzten Jahres enthielt zahlreiche Neuerungen, die den Aufstieg zum Apache-Top-Level-Projekt begründet haben, darunter die Funktionen Inter-VLAN-Routing (Abbildung 2), Site-to-Site-VPN und Tags.

Abbildung 2: Eine der neuen Funktionen in CloudStack 4.0: Inter-VLAN-Routing.

Inter-VLAN-Routing macht es möglich, den Netzwerkverkehr zwischen VLANs zu steuern – eine Voraussetzung für den Aufbau privater Clouds. Die Funktion Site-to-Site-VPN erlaubt es, den Aufbau von VPN-Verbindungen zwischen einzelnen virtuellen Maschinen zu umgehen und eine sichere Verbindung zwischen dem Firmennetz und einer Cloud-Infrastruktur aufzubauen. Die neue Tags-Funktion erlaubt das Speichern der Metadaten von Cloud-Ressourcen, um deren Kategorisierung zu erleichtern. Größter Vorteil von CloudStack gegenüber früheren Versionen ist aber, dass die neue Version von Amazons API CloudBridge [6] enthalten ist, während die Komponente zuvor separat zu installieren war. Das im Februar dieses Jahres erschienene aktuelle Release 4.0.1 ist dagegen ein reines Bugfix-Release.

Funktionsweise

CloudStack ist eine komplett in Java geschriebene Plattform für den Aufbau und die Verwaltung skalierbarer Infrastrukturen. Unter [7] finden sich ausführliche Anleitungen für Administration, Installation und API-Entwicklung. Derzeit unterstützt CloudStack die kommerziellen Hypervisor-Systeme von Citrix, VMware und Oracle, sowie Xenserver und KVM. CloudStack stellt drei Schnittstellen zur Wahl: ein Webinterface, die Kommandozeile und die REST-API. Architektonisch besteht CloudStack aus mehreren Komponenten. Der Compute Controller dient zur Kontrolle der Rechenleistung, der Network Controller steuert die virtuellen Netzwerke und der Storage Controller kümmert sich um die Speicherverwaltung des Block Storage.

Die drei elementaren Komponenten können direkt auf die darunter liegende physische Hardware zugreifen. Die CloudStack Orchestration Engine setzt ihrerseits auf die drei Basiskomponenten auf und steuert die Cloud-Infrastruktur. Die Cloud-Stack-API wiederum nimmt Befehle von der Weboberfläche via REST oder der Kommandozeile entgegen und reicht sie zur Verarbeitung an die Orchestration Engine weiter. Das Webinterface ist eine moderne, Ajax-basierte Web-GUI, die die Verwaltung der Cloudstack-Infrastruktur erheblich vereinfacht. Die GUI stellt Komponenten wie CPU, Storage, IP-Pool und Arbeitsspeicher in Echtzeit dar.

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Ausgabe /2019