Kolokationsmodell Windcore im Windpark Asseln

Frischer Wind

Rechenzentren gibt es inzwischen an allerlei ungewöhnlichen Orten, warum also nicht direkt in Windenergieanlagen? Ein Prototyp von Westfalenwind IT zeigt, dass dies prinzipiell möglich und sinnvoll ist.
Wir starten das neue Jahr mit dem Schwerpunkt 'Netzwerke sicher betreiben'. Während die Netzwerkgrenzen zusehends verschwimmen, gehen Angreifer immer gezielter ... (mehr)

Rechenzentren sind – ob nun energieeffizient oder nicht – Energiefresser. Andererseits sind die entsprechenden Technologien heute so flexibel, dass sich Rechenzentren an allen möglichen und unmöglichen Orten bauen lassen: in aufgegebenen Minen oder Bunkern, unter Wasser wie jüngst Microsoft – oder eben im Fuß einer Windenergieanlage. Diese Art der Kolokation hat einige Vorteile: Vor allem wird der nötige Strom, zumindest so lange der Wind weht, direkt über dem Rechenzentrum produziert und dann auf dem denkbar kürzesten Weg dorthin geleitet, nachdem er gegebenenfalls auf das passende Spannungsniveau gebracht wurde. Weiter ist der Turm der Anlage eine sehr solide gebaute Einrichtung, schließlich soll er die oft gigantische Turbine an seiner Spitze auch bei Sturm sicher tragen.

Je nach Architektur haben die Türme von Windenergieanlagen nicht nur dicke, solide Wände, sondern innen auch reichlich Platz. Dort lassen sich neben den Einrichtungen, die für die Verarbeitung des erzeugten Stroms und die Wartung notwendig sind, mühelos noch Racks, Kühlaggregate und Batterien unterbringen. Außerdem ist die Windenergieanlage sinnvollerweise ans Stromnetz angebunden, sonst ließe sich der erzeugte Strom ja nicht abführen. Und so können die Rechner selbst dann laufen oder die Batterien der USV geladen werden, sollte tatsächlich einmal über längere Zeit hinweg Flaute herrschen.

Solche Arrangements können zudem einen positiven Aspekt haben, der weit über die nähere Umgebung hinausreicht. Je mehr Großverbraucher sich nämlich in der unmittelbaren Nähe der Erzeugungskapazitäten statt irgendwo anders ansiedeln, desto geringer wird der Bedarf, überschüssig erzeugten Strom, der vor Ort gerade gar nicht verbraucht oder gespeichert werden kann, mittels teurer Überlandleitungen an seinen Verbrauchs- oder Speicherort weit weg zu bringen. Denn genau diese Fernleitungen sind hierzulande derzeit ein großer Zankapfel, die Debatten darüber

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Ausgabe /2020