Editorial

Nicht im Dashboard erkennbar

Eine stillstehende IT kostet Firmen bares Geld, dabei können die Gründe für einen Ausfall vielfältig sein. Im Juni dreht sich der Schwerpunkt im ... (mehr)

Alle notwendigen, tiefgehenden Infrastrukturdaten finden Administratoren heutzutage im Monitoring-Dashboard ihrer Wahl. Doch manche Werte, die bei jedem IT-Verantwortlichen die sprichwörtliche Ampel auf Rot stellen würden, kann kein Monitoringtool auslesen, wie die Redaktion zuletzt am eigenen Leib erfahren musste. Um aufzuzeigen, was uns fast verzweifeln ließ, müssen wir einen Schritt zurück machen. Die Produkttests des IT-Administrator werden in den Redaktionskonferenzen ausgewählt, um anschließend einen unserer Autoren entsprechend zu beauftragen. Handelt es sich dabei um Hardware, ist etwas Logistik vonnöten: Wir besprechen mit dem Hersteller eine Leihteststellung und dieser versendet das Gerät an den Autor, der freier Mitarbeiter ist und von zu Hause aus tätig wird – ergo erfolgt die Lieferung an die jeweilige Heimanschrift.

Genauso gingen wir auch bei diesem Test vor und die Test-Appliance landete rasend schnell… in den Räumen der Redaktion. Naja, so gut wie, denn der Hersteller versendete das 44 Kilo schwere Gerät im Wert von zigtausend Euro nur bis zur Bordsteinkante. Zunächst unwissend, was da eigentlich angeliefert wurde, wuppten die Redakteure die Palette in den dritten Stock. Es folgten einige hektische Telefonate. Immerhin sagte der Hersteller sofort zu, das Gerät wieder abholen zu lassen – von der Türschwelle im Erdgeschoss, versteht sich.

Dieses Vorgehen wurde nur kurzzeitig verworfen, nachdem der zuständige Testautor selbstlos angekündigt hatte, sich in sein Auto zu setzen und die Palette aus der Redaktion abzuholen – um dann auf halbem Wege umzukehren, weil der Anbieter ihn unterwegs informierte, dass das Gerät aufgrund fehlender Software gar nicht für den Test geeignet sei und er ein neues rausschicken würde. Diesmal tatsächlich an die richtige Adresse. Sowohl wir als auch der Hersteller hatten im Anschluss gesteigertes Interesse daran, das fehlgelieferte Gerät wieder zurückzuführen. Warum der Hersteller dies allerdings mit einer Mahnung über 10.000 Euro untermauern musste, blieb wiederum unbeantwortet. Klar war hingegen schnell, dass wieder Muskelkraft seitens der Redakteure gefragt war, um das Gerät am Abholtag drei Stockwerke nach unten zu befördern.

Irgendwann in dem Schlamassel fragten wir uns, ob dieser Hersteller auch seine regulären Kunden bei Bestellungen im fünfstelligen Euro-Bereich nur bis zur Türschwelle und an die falsche Adresse beliefert oder grundlos mahnt. Monitoring liefert Admins zwar wertvolle Einsichten in die Infrastruktur, nur leider gibt es noch kein Dashboard für Kundensupport. Hier helfen wohl nur Erfahrungswerte und der Austausch mit Kollegen. Für fast alle anderen Monitoringfragen liefert Ihnen diese Ausgabe zuverlässige wie tiefgehende Antworten. Ihr

John Pardey

Chefredakteur

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Ausgabe /2019