Disaster Recovery mit Relax-and-Recover

Entspannt bleiben

Ein holperndes oder defektes System lässt Nutzer gern verzweifeln. Das gilt für Windows- wie für Linux-User. Für Letztere bietet sich mit Relax-and-Recover eine bequeme Möglichkeit, einen Rechner im Problemfall wiederherzustellen. Das Werkzeug erlaubt eine Vielzahl an Bootmedien und zeigt sich überaus flexibel.
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Relax-and-Recover (kurz Rear) erzeugt ein maßgeschneidertes Rettungsmedium, das ein defektes System halbautomatisch wieder in einen betriebsbereiten Zustand versetzt. Nach seinem Start rekonstruiert das Rettungsmedium zunächst die ursprüngliche Partitionierung und spielt dann ein Backup zurück. Auf Wunsch erstellt Rear selbst die Sicherung, das Werkzeug arbeitet aber auch mit professionellen Backupumgebungen zusammen.

Das Rettungsmedium besteht im einfachsten Fall aus einem von Rear entsprechend präparierten USB-Stick. Alternativ erzeugt das Tool ein ISO-Image, erstellt ein via OBDR bootfähiges Tape, schreibt die Daten auf einen beliebigen Datenträger oder erzeugt alle notwendigen Dateien für ein Booten via PXE. Das fertige Rettungsmedium speichert Rear lokal oder schiebt es mithilfe zahlreicher möglicher Protokolle auf einen Server. Damit lässt sich das Werkzeug auch automatisiert aufrufen beziehungsweise in eine vorhandene Backup-Toolchain integrieren.

Rear spielt die Datensicherung nicht nur auf das ursprüngliche, sondern auch auf ein beliebiges anderes System zurück. Zudem dürfen Administratoren vor der Wiederherstellung des Backups in das Festplattenlayout eingreifen. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise ein defektes Notebook ausmustern und die Sicherung auf ein neues Gerät mit größerem Datenträger aufspielen. Gleichzeitig lässt sich Rear für eine schnelle Migration "missbrauchen". So könnte ein Nutzer beispielsweise die Daten von einem Software-RAID auf ein Hardware-RAID umbetten. Rear kommt dabei auch mit komplexeren Festplattenlayouts zurecht, neben dem erwähnten Software-RAID unter anderem auch mit LVM, Multipathing, DRBD, iSCSI und via LUKS verschlüsselten Partitionen. Als Quelle und Ziel kommen selbstverständlich auch virtuelle Maschinen infrage. Rear untersteht der GNU GPLv3 und lässt sich daher im kommerziellen Umfeld kostenfrei einsetzen.

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