Aus dem Forschungslabor Folge 38

Spiel mit mir

Künstliche Intelligenz sorgt bislang immer dann für Schlagzeilen, wenn sie den Menschen in bestimmten Fähigkeiten übertrifft. Besonders prominente Vertreter dieser menschlichen Niederlagen sind zweifellos die in den Spielen Schach und Go. Doch dieser Alles-oder-nichts-Ansatz hat in der realen Welt nur sehr wenige Anwendungsfälle, vielmehr verspricht die Kooperation zwischen Mensch und KI deutlich mehr Nutzen. Forscher des MIT haben daher eine KI entwickelt, die zur Zusammenarbeit fähig ist.
Der Gang in die Cloud klingt erst einmal verlockend für viele Unternehmen. Doch lauern bei genauem Hinsehen zahlreiche Fallstricke, die IT-Verantwortlichen das ... (mehr)

Computer sind in der Lage, die besten Menschen in intellektuell sehr herausfordernden Spielen zu schlagen. Es gelingt ihnen mittlerweile auch, Dinge zu lernen, die vielen Menschen schwerfallen – dazu zählt nicht zuletzt das Steuern eines Kraftfahrzeugs. Doch bei all diesen bemerkenswerten Leistungen haben KI-Algorithmen bislang große Schwierigkeiten zu kooperieren. Denn bei erwachsenen Menschen ist Collaboration ein komplexes System kultureller und sozialer Normen. Solche Gesunder-Menschenverstand-Mechanismen fallen Computern bislang äußerst schwer und selbst die besten Algorithmen versagen, wenn die optmiale Lösung Zusammenarbeit wäre – insbesondere, wenn der Kooperationspartner ein Mensch und keine Maschine ist.

Kooperation erlernen

Iyad Rahwan vom Massachusetts Institute of Technology und Jacob Crandall von der Brigham Young University machten es sich daher zur Aufgabe, Computer die gemeinsame Arbeit mit Menschen beizubringen. Doch Grundstein dafür war, dass die Maschinen die Kooperation erst einmal grundsätzlich beherrschten. So machten sich die beiden Forscher zunächst daran, einer KI genau dies beizubringen. Dabei mussten sie das KI-Rad auch nicht neu erfinden, die Algorithmen standen vor der für Spiele wie Schach oder Dame gültigen Aufgabe, ihre (Spiele-)Welt im Sinne einer maximalen Belohnung zu optimieren.

Nachdem dies gelungen war, brachten Rahwan und Crandall ihre KI mit menschlichen Gegenübern in verschiedenen Szenarien zusammen. Eines davon war ein klassisches Problem der Wirtschaftsmathematik – das Gefangenendilemma. Diese Aufgabe aus der Spieltheorie, die optimale Strategien von Marktteilnehmern zu beschreiben versucht, lässt aus der Sicht des Einzelnen ein bestimmtes Vorgehen mathematisch optimal erscheinen. Doch in Wahrheit führt Kooperation zu einem wesentlich besseren Ergebnis. Dabei zeigte sich, dass zwei KIs untereinander gut zusammenarbeiten und

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