SBBR-Standard legt Grundlage für ARM-Server

25.08.2014

Die Server Base Boot Requirements (SBBR) versuchen Ordnung in den Wildwuchs an ARM-basierter Hardware zu bringen.

Mit der Spezifikation der Server Base Boot Requirements (SBBR) hat ARM die Grundlage für die Standardisierung der ARMv8-Plattform geschaffen. Ergänzend zur Spezifikation der Server Base System Architecture (SBSA)  im Januar, deckt die SBBR die Low-Level-Interfaces für das Booten eines Betriebssystems, Konfigurations- und Powermanagement für 64-Bit-ARM-Systeme ab.

Die bisher erhältlichen ARM-Systeme, vorwiegend mit 32-Bit-Prozessoren, gingen jeweils ihren eigenen Weg, was die Integration des Betriebssystems mit der Hardware-Plattform, etwa beim Booten oder dem Umgang mit Bus-Systemen anbelangt. Um künftig bei ARM-basierten Server-Systemen eine bessere Standardisierung zu erreichen, die den Einsatz unterschiedlicher Linux-Distributionen ohne spezielle Anpassungen ermöglicht, ist eine Standardisierung der Hardware-Plattform nötig, die jetzt in die erwähnten Standards gemündet ist. Neben Red Hat, das diese Entwicklung besonders vorantreibt, stehen hinter dem Projekt unter anderem die Firmen AMD, HP, AppliedMicro, Cavium, Broadcom, Texas Instruments, Microsoft und Linaro.

Die SBBR sehen eine Reihe von Technologien vor, die sich in der x86-Welt bewährt haben, können aber auf jeglichen Legacy-Support verzichten, da es keine Systeme zu unterstützen gibt, die noch aus dem achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts stammen. Zum Booten setzen die SBBR etwa auf den UEFI-Standard 2.4. Zum Konfigurations- und Powermanagement greift die Spezifikation auf ACPI 5.1 zurück. Weitere Informationen zu vorhandenen Controllern und Subsystemen werden über SMBIOS verwaltet.

Das zugehörige Dokument "ARM Server Base Boot Requirements" ist auf der ARM-Website zu finden.

ARM

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