Version des Linux-Kernels nun bei 3.0

30.05.2011

Linus Torvalds hat sich entschlossen, die Kernelversionsnummern von 2.6.xx auf 3.0 zu erhöhen und stellt einen ersten Release Candidate unter diese Zählweise.

Als Grund nennt Linus Torvalds, dass sich das 20jährige Jubiläum des Kernels nähere, was die neue Zählweise rechtfertigen könne. Scherzhaft fügt er hinzu, der wahre Grund dafür sei, dass es ihm Mühe bereite, schnell auf vierzig zu zählen. Der aktuelle Kernel ist bei 2.6.39 angelangt.

Die Diskussionen über die Kernel-Versionierung halten schon eine Weile an, hatten laut Torvalds beim vergangenen Kernel-Summit ihren Ursprung und waren - wie berichtet - Ende Mai nochmals aufgekommen. Er habe nun, ganz in Manier eines Alpha-Tiers, einfach selbst entschieden, schreibt Torvalds an die Mailingliste.

Für seine Mitstreiter bedeutet dies Arbeit, weil diverse Skripte und Makefiles nun auf die neue Nummerierung angepasst werden müssen. Der Kernel 3.0.0 RC1 stehe für diese Tätigkeiten nun die üblichen sechs bis sieben Wochen für diese Tätigkeiten bereit. Es gäbe ansonsten keine Neuerungen, abgesehen von den üblichen Treibererweiterungen und kleinen Fixes, schreibt Torvalds. Anschließend soll es eine glatte 3.0 geben. Den für den Stable-Zweig zuständigen Maintainern überlässt Torvalds die beiden letzten Stellen für ihre Versionierung.

In Verbindung mit dem von Torvalds beschlossenen engeren Merge-Zeitraum, der daher rührt, dass er sich als oberster Kernel-Hüter in den nächsten Wochen auf Reisen befindet, nimmt er auch nur wirklich wichtige Verbesserungen an. Er reise mit einem lahmen Laptop und damit sei es kein Spaß, den Kernel zu kompilieren, schreibt er, und ja, er sei bereit diese, Release unter dem Motto zu verbuchen: "Linus is being a difficult ^&^hole."

[Diese Meldung stammt von Linux-Magazin Online]

Ähnliche Artikel

Mehr zum Thema

Linus Torvalds gibt Kernel 2.6.37 frei

Linus Torvalds hat den Linux-Kernel 2.6.37 in die Öffentlichkeit entlassen.

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Ausgabe /2021