Microsoft versenkt Datacenter im Meer

01.02.2016

Microsoft erprobt unterseeische Rechenzentren.

Im Project Natick erprobt Microsoft den Einsatz von modularen Rechenzentren, die im Meer versenkt sind. Dies soll unter anderem das Problem der Kühlung lösen, das bei konventionellen Rechenzentren viel Energie verschlingt. Außerdem soll die Installation der Rechenzentrum in Küstennähe die Latenz für viele Anwender verringern - laut Microsoft wohnen 50 Prozent der Weltbevölkerung weniger als 200km vom Meer entfernt. Kunden sollen außerdem durch die gegenüber konventionellen Rechenzentren verkürzte Bereitstellungszeit profitieren. Microsoft strebt dabei etwa 90 Tage an.

Im Rahmen eines ersten Experiments hat Microsoft einen Kilometer vor der Pazifikküste einen druckfesten Tank mit einem Rack an Hardware versenkt. Die Rechenzentrumstonne trägt den Namen Leona Philpot und war dort von August bis November 2015 stationiert. Da Innere der unter Druck stehenden Kapsel ist mit flüssigem Stickstoff gefüllt, um eine gute Wärmeableitung zu gewährleisten.

Die im Rack verwendete Hardware soll nach Plänen von Microsoft etwa fünf Jahre lang wartungsfrei funktionieren. Danach kann in einer Kapsel aktuellere Hardware verbaut werden. Die Kapseln selbst sollen bis zu 20 Jahre lang halten. Danach sollen die Kapseln recycelt werden. Außerdem gibt es Pläne, die Unterwasserkapseln so zu konstruieren, dass sie Energie aus dem Meer gewinnen.

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