Interview

»Die Erwartungshaltung der Fachabteilungen ist extrem«

Im Rahmen der SplunkLive am 26. März in München sprachen wir mit Matthias Maier, Product Marketing Director EMEA bei Splunk und Security-Evangelist, über aktuelle Herausforderungen beim Monitoring lokaler und Cloudinfrastrukturen und der IT-Sicherheit.
Eine stillstehende IT kostet Firmen bares Geld, dabei können die Gründe für einen Ausfall vielfältig sein. Im Juni dreht sich der Schwerpunkt im ... (mehr)

»IT-Administrator: Was muss Monitoring heute leisten, welchen Mehrwert muss es liefern?«

Matthias Maier: Monitoring ist aus meiner Sicht der gesamtheitliche Ansatz, über unterschiedlichste Datenquellen hinweg die IT zu überwachen. Und im Gegensatz zu dem, was der IT-Verantwortliche sicher kennt, wie beispielsweise eine Firewall per SNMP-Trap zu monitoren, ist es heute der Weg, nicht nur den Status, sondern die tatsächlichen Aktivitäten im Netzwerk abzufragen. Um beim Beispiel Firewall zu bleiben: Das Monitoring zeigt dem Admin alles in Grün, dennoch ist das Internet langsam und die Anwender beschweren sich. Hier lassen sich heutzutage die Antwortzeiten von Internetprovider, Webproxy und DNS-Server messen und mit einem Werkzeug wie Splunk in einem Dashboard darstellen. Somit hat der IT-Verantwortliche alle möglichen Ursachen für das langsame Internet im Blick. Diese unterschiedlichen Datenquellen intelligent zusammenzubringen ist, was Monitoring heute leisten muss.

»Wie hat sich das Monitoring in den letzten Jahren verändert und welchen Herausforderungen müssen sich Werkzeuge zur IT-Überwachung stellen?«

Auffällig ist die Erwartungshaltung der Nicht-IT-Fachabteilungen: Diese ist mittlerweile extrem hoch und dieser Personenkreis erwartet, dass IT unbedingt funktioniert. Damit einhergeht ein zunehmendes Unverständnis, wenn irgendetwas mal eine Stunde nicht geht. Das Gleiche gilt für Endkunden: Warum muss ich, wenn meine DSL-Leitung zu Hause gestört ist, bei meinem Provider anrufen? Ich erwarte als Kunde, dass dieser seine Leistung im Blick hat, und frage mich eigentlich, warum ich nicht angerufen werde, wenn eine solche Störung vorliegt. Demgegenüber steht der Administrator, der eigentlich weiß, dass in der IT nie etwas hundertprozentig reibungslos läuft. Das ist natürlich ein Spannungsfeld, in dem es sich die IT aber oft auch selbst schwer macht, wenn beispielsweise in

...

Der komplette Artikel ist nur für Abonnenten des ADMIN Archiv-Abos verfügbar.

comments powered by Disqus
Mehr zum Thema

Monitoring bei Leica Geosystems

Leica Geosystems versorgt mehr als 4500 Mitarbeiter in 35 Ländern mit hochverfügbaren IT-Services. Aus diesem Grund muss eine zuverlässige Bereitstellung der Dienste in einer komplexen Umgebung gewährleistet sein. Das IT-Team nutzt ein zentrales Monitoring-System für alle Standorte, um in Echtzeit auf IT-Statusinformationen zugreifen zu können.

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Google+

Ausgabe /2019